Joerg sei Dank
Im Mittelpunkt des Eröffnungskonzertes stand ein Instrument, das zu den absoluten Raritäten gehört und nur von wenigen Künstlern wirklich beherrscht wird: das Naturhorn. Aufgrund der Tatsache, dass bei diesem ursprünglichen Horn noch keine Ventile existieren, muss der Instrumentalist mit Labialtechmik, Stopfen mit der rechten Hand und Luftdruck die Töne erzeugen. Wilhelm Bruns erwies sich nicht nur als kompetenter sondern exzellenter Meister seines Naturhorns. In allen Registern präsentierte er samtene Tongebung und brilliante Virtuosität. Dabei erklangen neben dem bekannten Hornkonzert Nr. 2 von Joseph Haydn zwei Sonaten für Waldhorn und Streichorchester von Luigi Cherubini in klassisch orientierter Struktur. Als Zugabe zauberte Wilhelm Bruns einen improvisierten Jagdruf mit allen virtuosen Varianten seines Instrumentes.